SOCIAL SLAM

Social Slam bietet eine Plattform für Künstler*innen und Kulturgestalter*innen unterschiedlicher Richtungen, über die sie auch während der Corona-Krise ihre Werke zeigen, ihr Publikum erreichen und sich mit anderen Künstler*innen, Veranstalter*innen und Unterstützer*innen vernetzen können. Hier kann das Publikum Slams lokaler Künstler*innen und Veranstalter*innen finden, durch Ticketkauf und freiwillige Spenden unterstützen, nach Hause streamen und live auf das Bühnen- geschehen reagieren.

Problem

Kleinkünstler*innen, bildende Künstler*innen, Musiker*innen, Schauspieler*innen – sie alle leben von der Interaktion mit dem Publikum. Einem Publikum, das vor Ort in den Clubs, bei den Kleinkunstbühnen, in den Galerien ist, das Feedback gibt, das ihre lokalen Helden/innen feiert. Mit der Corona-Pandemie fällt für viele Kreative die Möglichkeit so gut wie vollständig weg, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen. Comedy, Konzerte, Slams – das geht natürlich auch über Twitch und Co. Aber ohne das Feedback des Publikums eben nur halb so gut. Und Kleinkunstbühnen und Veranstalter*innen gehen gänzlich leer aus. Die Menschen, die sich sonst beim Event ihrer lokalen Größen getroffen hätten, sitzen zu Hause, Künstler*innen wie Publikum sind isoliert.

Strategie

Unsere Ausgangsfragen waren: Wie holen wir lokale Künstler*innen und Veranstalter*innen ins Netz, ohne dass sie in der Fülle des Angebots untergehen? Wie bündeln wir die Angebote, die gerade entstehen? Wie kann das lokale Publikum seine Künstler vor Ort finden und unterstützen? Wir haben analysiert, welche Funktionen eine solche Plattform für die Nutzer erfüllen muss und überlegt, wie sich eine solche Plattform abheben kann. Die Ergebnisse haben wir in ein Konzept überführt und begonnen, eine Plattform zu entwickeln. Parallel sprechen wir mit Künstler*innen und Veranstalter*innen, um das Projekt zum Erfolg zu führen.

Lösung

Die gegenwärtige Situation bringt viele Probleme und Schwierigkeiten mit sich. Dennoch wollen wir den aktuellen Stand als Chance neuer Prozessvorschläge und Innovationen nutzen. Eine Plattform, auf der Kreative sowohl Inhalte präsentieren können als auch mit Künstler*innen aus ähnlichen oder übergreifenden Bereichen sowie Zuschauer*innen interagieren können soll. Für die finanzielle Förderung vor allem lokaler Artists sorgen und zusätzlich ein kulturelles Unterhaltungsangebot bieten, das in Zeiten der sozialen Isolation ein Gemeinschaftsgefühl vermittelt.

Ziel der Plattform

Wir wollen Künstler*innen helfen, den Ausfall von Veranstaltungen und Einkommen durch die Corona-Krise zu überstehen. Doch es geht um viel mehr, es geht um Interaktion: Es geht darum, den Kontakt zum Publikum vor Ort zu pflegen, sich mit anderen Künstler*innen und Veranstalter*innen zu vernetzen und mit Kunst jeglicher Art ein Unterhaltungsangebot zu machen. Und es geht darum, die Menschen zu Hause mit ihrer Kreativgemeinschaft zu verbinden, das Gemeinschaftsgefühl, das viele Streamer online mit ihrer Community pflegen, auch für lokale Künstler*innen zu schaffen. Social Slam zeichnet sich durch interaktive Räume aus. Online sind diese nicht an die bisher bestehenden Gebäude und Institutionen gebunden. Auch auf dem Land kann Social Slam stattfinden, ohne lange Anfahrten

oder Rumstehen an der Bushaltestelle. Auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist Social Slam eine tolle Kulturofferte, ohne hinderliche Treppen und unzugängliche Toiletten. Die gestaffelten Angebote ermöglichen außerdem Menschen mit kleinstem Budget oder finanziellen Engpässen, Kunst und Kultur zu erfahren und mitzugestalten. Die Plattform verbindet den Zauber unmittelbarer Erfahrung, mit den Versprechern und Zwischenrufen, mit dem Aufbau von Communities in den nachgeschalteten digitalen Showrooms. Künstler*innen und Veranstalter*innen müssen nicht noch hektisch jemand am Ärmel packen, sondern können nach dem Event neue Ideen entwickeln und professionell pitchen.

USP

Youtube, Twitch und Co sind tolle Wege für Künstler*innen, ein größeres Publikum zu erreichen und zusätzliches Geld zu verdienen. Was unsere Plattform besonders macht, ist die Idee, die Konzerte und Auftritte ins digitale Leben zu holen, mit Live-Interaktionen und lokal, mit Tickets und Trinkgeldern. Die Nutzer unterstützen ihre Künstler*innen vor Ort direkt, Veranstalter*innen machen, was sie lokal machen, online. Und Künstler*innen können easy gemeinsam an Auftritten oder Präsentationen arbeiten und sie direkt auf die Bühne bringen. Sie slammen ihren Content. Dies kann gegeneinander passieren, um ein Duell-Gefühl entstehen zu lassen wie beim Poetry Slam. Es kann aber auch miteinander sein.

Zielgruppe

Aktuell sprechen wir die Kreativen an, die durch Corona-Pandemie isoliert sind, die unter dem Ausfall von Veranstaltungen und Gigs leiden: Kleinkünstler*innen, Straßenkünstler*innen, Musiker*innen, Bildende Künstler*innen etc. und ihre Vermittler*innen in Agenturen und Galerien. Genauso sprechen wir die bisherigen Kulturnutzer*innen an, das Publikum, das ohne lokales Kulturangebot zu Hause sitzt, Vorfreude und den Austausch in der eigenen Community vermisst. Schon während der Krise gibt Social Slam auch Künstler*innen und Publikum, die bisher oft von Produktion und Teilnahme ausgeschlossen waren, eine Plattform für ihre Werke und Interessen. Am Ende der Welt, kein Cent mehr im Portemonnaie, langsam mit dem Rollator – das spielt weniger eine Rolle und verändert lokale Communities nachhaltig.